METALLICA - ST. ANGER

Nachdem sich Metallica im Zuge des Ausstiegs von Jason Newsted fast aufgelöst hätten, hat man sich mit Hilfe eines Psychologen zusammengerauft und 2003 das Album St. Anger veröffentlicht.

Veröffentlichung:10. Juni 2003
Aufnahme:1. May 2002 - 8. April 2003
Label:Elektra Records
Genre:Heavy Metal, Nu Metal
Produzent:Metallica & Bob Rock
Singles:St.Anger, Frantic, The Unnamed Feeling, Some Kind of Monster
Spielzeit:75:01
LineUp:James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett, Robert Trujillo
Studio:Metallica-Headquarter, San Rafael, CA, USA
Beste Chart Position:USA 1 United Kingdom 3 Germany 1 Schweiz 2
Auszeichnungen: USA 2 x Platin für über 2.000.000 Verkäufe
United Kingdom 1 x Gold für über 100.000 Verkäufe

TRACKLIST


ORIGINAL ALBUM
01. Frantic - 05:50    
(Hetfield, Ulrich, Hammett, Rock)
02. St. Anger - 07:21    
(Hetfield, Ulrich, Hammett, Rock)
03. Some Kind of Monster - 08:25    
(Hetfield, Ulrich, Hammett, Rock)
04. Dirty Window - 05:24    
(Hetfield, Ulrich, Hammett, Rock)
05. Invisible Kid - 08:30    
(Hetfield, Ulrich, Hammett, Rock)
06. My World - 05:45    
(Hetfield, Ulrich, Hammett, Rock)
07. Shoot Me Again - 07:10    
(Hetfield, Ulrich, Hammett, Rock)
08. Sweet Amber - 05:27    
(Hetfield, Ulrich, Hammett, Rock)
09. The Unnamed Feeling - 07:09    
(Hetfield, Ulrich, Hammett, Rock)
10. Purify - 05:13    
(Hetfield, Ulrich, Hammett, Rock)
11. All Within My Hands - 08:48    
(Hetfield, Ulrich, Hammett, Rock)

ST. ANGER REHEARSALS BONUS DVD
01. Frantic - 05:50    
(Hetfield, Ulrich, Hammett, Rock)
02. St. Anger - 07:21    
(Hetfield, Ulrich, Hammett, Rock)
03. Some Kind of Monster - 08:25    
(Hetfield, Ulrich, Hammett, Rock)
04. Dirty Window - 05:24    
(Hetfield, Ulrich, Hammett, Rock)
05. Invisible Kid - 08:30    
(Hetfield, Ulrich, Hammett, Rock)
06. My World - 05:45    
(Hetfield, Ulrich, Hammett, Rock)
07. Shoot Me Again - 07:10    
(Hetfield, Ulrich, Hammett, Rock)
08. Sweet Amber - 05:27    
(Hetfield, Ulrich, Hammett, Rock)
09. The Unnamed Feeling - 07:09    
(Hetfield, Ulrich, Hammett, Rock)
10. Purify - 05:13    
(Hetfield, Ulrich, Hammett, Rock)
11. All Within My Hands - 08:48    
(Hetfield, Ulrich, Hammett, Rock)

MUSIK-VIDEOS


SONG BY SONG


Frantic:
Das Lied wird aus der Perspektive eines lyrischen Ichs erzählt, das auf sein Leben zurückblickt und sich fragt, ob es die verschwendeten Tage besser nutzen würde und den richtigen Weg finden würde, wenn es nochmal die Chance dazu hätte. Es ist ständig auf der Suche und verbringt sein Leben in Hektik. Am Ende des Songs wird auch das buddhistische Konzept des Leidens (Dukkha) aufgegriffen: "Geburt ist Leid, Leben ist Leid, Tod ist Leid."

St. Anger:
St. Anger wurde als erste Single aus dem Album St. Anger ausgekoppelt und gewann den Grammy in der Kategorie "Best Metal Performance". Bei den MTV Video Music Awards 2003 musste sich der Song der Linkin Park Auskopplung "Somewhere I Belong" in der Kategorie "Best Rock Video" geschlagen geben.

Die Lyrics "Fuck it all and fuckin' no regrets, I hit the lights on these dark sets" beziehen sich auf die früheren Metallica Songs "Damage, Inc." (Master of Puppets) und "Hit the Lights" (Kill 'Em All).

Das Video zu "St. Anger" welches von "The Malloys" produziert wurde, ist im berühmten Amerikanischen San Quentin state Prison entstanden. Die Band hat an verschiedenen Locations im Gefängnis gedreht und wurde dabei von frenetischen Gefangenen begleitet. Es ist auch das erste Musik Video von Metallica in dem der Bassist Robert Trujillo zu sehen ist.

Some Kind of Monster:
"Some Kind of Monster" wurde in der Kategorie "Best Hard Rock" Performance für einen Grammy nominiert, musste sich jedoch dem Velvet Revolver Song Slither geschlagen geben.

Der Song handelt von "einer Art Monster" wie Frankenstein, das in jedem Menschen lebe. Es wird unter anderem als "die Last eines jeden Mannes", "der Schmerz, der niemals aufhört" oder "die Faust, die dich niederschlägt" umschrieben.

Das Cover der EP wurde von Matt Mahurin gestaltet. Es zeigt ein monsterartiges Wesen mit Flügeln, das den Mund aufreißt und seinen Kopf nach oben streckt. Über dem Bild befindet sich der Schriftzug Metallica und darunter der Titel Some Kind of Monster in roten Buchstaben auf schwarzem Hintergrund.

The Unnamed Feeling:
Bei dem im Lied besungenen „unbenannten Gefühl“ handelt es sich um Angststörungen, die in verschiedenen Situationen auftreten und bei betroffenen Personen zu Panikattacken führen können. Das lyrische Ich beschreibt, wie es spürt, dass die Angst in ihm aufsteigt und es nichts dagegen tun kann. Es möchte das unangenehme Gefühl um jeden Preis loswerden und zieht dabei sogar Suizid in Betracht.


ANEKDOTEN ZU St. Anger


  • Es handelt sich um ein 2-Disc Digi Pack, welches neben der Audio CD auch eine DVD mit Rehearsal Aufnahmen enthält. Metallica haben sämtliche Songs des Albums zusätzlich live eingeknüppelt und auf DVD gepresst. Produziert wurde die DVD von Wayne Isham

  • Die DVD featured auch Rob Trujillo, der allerdings keinen Einfluss auf den Entstehungsprozess des Albums hatte. Sämtliche Bass Tracks wurden von Bob Rock eingespielt!

  • Das Artwork der CD wurde von Pushead entworfen. Im Booklet gibt es außerdem die Lyrics zu sämtlichen Songs.

  • St. Anger CREDITS


    James Hetfield - Guitar, Vocals
    Lars Ulrich - Drums
    Kirk Hammett - Guitar
    Robert Trujillo - Bass

    Producer: Bob Rock & Metallica
    Recorded & Mixed by Bob Rock
    Assistants: Mike Gillies & Eric Helmkamp
    Digital Engineer: Mike Gillies

    Conceived, Recorded & Mixed at HQ, San Rafael, Calfornia, May 2002 - April 2003
    Mastered by Vlado Meller

    An immeasurable amount of love & respect goes out to our brother, Bob Rock, for handling the bass playing and preserving us as a four piece during the recording of this album; and to Phil Towle, for helping to connect us to each other, to our loved ones, and to ourselves.

    Album Design: Metallica
    Cover Illustration: Pushead
    Photography: Anton Corbijn
    St. Anger Illustration: Matt Mahurin
    James Image: Matt Mahurin
    Lars Image: Forhelvede Productions
    Kirk Image: Matt Mahurin
    Robert Image: Pascal Brun & Comenius Rothlisberger (Team Switzerland)

    St. Anger Rehearsals DVD
    Director: Wayne Isham
    Producer: Dana Marshall
    Editors: Greg & Gary Rodgers
    Director of Photography: Alex Poppas

    Cameras: Jean Pellerin, Mike Hatchet, Dave Hatchet, Colin Mitchell, Ryan Smith and Nick Pectol
    Gaffer: Logan Lebo
    Monitors: Paul Owen
    Production Manager: Scott Cunningham
    Script Supervisor: Connie Isham
    Additional Editing: Jean Pellerin & Tracy Loth
    Assistant Editor: Jason Bridges

    Management: Q Prime, Inc.

    All songs © 2003 Creeping Death Music (ASCAP) and EMI Blackwood Music, Inc./Mahina Hoku Publishing
    © 2003 E/M Ventures


    MTV REZENSION


    Auf ihrem kommenden Album St. Anger sind Metallica umgezogen, um in der Vergangenheit zu leben - und die Chancen stehe nicht schlecht, um die Fans damit rundum glücklich zu machen!

    Vergangenheit sind nun die Radio-Balladen, direkten Rockhymnen, Harfen-beladenen Exorzismen und Alternative-Rock Experimente die vielen Fans über die letzten Jahre im Halse stecken blieb. Auf St. Anger lässt die Band ihre primäre Power wiederauferstehen: Die Musikalische Maßlosigkeit, Whiplash-mäßigen Tempi und rotäugige Tobsucht ihrer ersten drei (3) Alben Kill em All (83), Ride the Lightning (84) und Master Of Puppets (86)

    Die letzten beiden Studioplatten der Band - Load (96) und Reload (97) - wurden in einer zeit gechrieben, als Grunge und Alternative-Rock noch verbreitet waren, und beide waren durchzogen von Southern-Boogie-Groove, Country-Rock Strukturen, bluesige Experimente und melodischen Balladen, mit gleichzeitiger Entsagung von der Kraft, dem Markenzeichen Metallicas, die Metallica zur weltweit herausragenden Metalband machte.

    Seitdem waren die Bandmitglieder nicht sehr produktiv. Sie tourten, veröffentlichten das B-Seiten und Coveralbum Garage Inc. und eine Live Doppel-CD mit der Unterstützung des San Francisco Symphony Orchesters, S&M.

    Aber es gab sehr wenig neues Material, da Metallica mehr Zeit in Gerichtssälen als im Studio verbrachte, Prozesse gegen Firmen führte, die das Markenzeichen Metallica missbrauchten, eingeschlossen sind das File-Sharing Programm Napster, Victoria Secret, eine Smokingfirma und eine Reifenfirma. Metallica gewannen ihre legalen Schlachten, aber ihre Vehmenz in diesen Sachen machte sie in mancherlei Augen gierig. Gekrönt wurde das ganze mit dem Abgang des langjährigen Bassisten Jason Newsted im Januar 2001 und Frontmans James Hetfield Aufenthalt in der Entzugsklinik - es sah so aus, als wären die Meister des Metals vom Weg abgekommen.

    Mit St. Anger haben Metallica nun ihr Dasein wieder stark bekräftigt und den Heavy-Metal Thron wieder eingenommen, und das in einer Zeit, in der Knochen-brechender Rock stagniert. Alle 11 Songs auf St. Anger sind brutal und kompromisslos, mit Double-Bass Drumming, Hardcore Attacken, tösenden Gitarren und vielen Rhytmus- und Tempowechseln. Die meisten Songs sind mindestens 7 Minuten lang; ihr liegt richtig, wenn ihr denkt, die Jungs würden das zu einem Höhepunkt aufbauen, sie wechslen in einen komplett neuen Rhytmus. Nicht ein Song beinhaltet ein Gitarrensolo, dennoch herrscht keinerlei Mangel an benommen machender, akustischer Feuerkraft.

    Gleichzeitg vereinigen Metallica zahlreiche umherfliegende Melodien und beschäftigende Vocal-Harmonies zwischen zermalmenden Grooves und hektischen Stakkato-Rhytmen. 'Shoot me Again' vermischt 'Alice in Chains'-Athmosphären mit rasendem, klopfendem Grind und 'Dirty Window' schwankt zwischen einem erneuten Speed-Feuersturm-Rhytmus und einer strukturellen, unverzerrten Passage, die ein klein wenig an Tom Waits erinnert.

    Über das ganze Album hinweg klingt Hetfield wie besessen vor Raserei und am Rande des Wahnsinns, wenn er über den Horror des Verneinens schimpft, dem Schmerz von Selbstzweifeln und seinem Verlangen nach Kontrolle. Viele seiner Lyrics scheinen sich mit den Kämpfen mit der Flasche und den Drogen zu widmen. Auf dem Tornado-wirbelnden Opener 'Frantic' schreit er: 'My Lifestyle determines my Death Style' und auf 'Sweet Amber', einem Track, der von Stop-Start Rhytmen und matschigen Gitarren angetrieben wird, heult er 'She Deals in habits/ Deals in Pain/ Run away, then I'm Back Again.'

    Bob Rocks Produktion des Album passt sich dem verzweifelten, intensiven Gefühl des Albums an. Der Mann, der Metallica solch einen kommerziellen Schein auf ihre erfolgreichste Platte 'Metallica' (91) gab, hält die Dinge schmutzig und rauh. Die CD fängt nicht nur die Dringlichkeit ein, unter der dieses Album fertiggestellt werden musste, es hört sich manchmal so an, als ob das Werk in einer riesigen Jam-Session in einer Garage entstanden wäre. Die Drums haben einen blechernen Sound, die Gitaren ein bösartiges Echo und manchmal klingt Hetfields Stimme ein wenig ungeschliffen.

    Als Metallica an 'St. Anger' arbeiteten, fühlten sie deutlich, dass sie sich irgendetwas zu beweisen hatten. 'I hurt inside/ Hide inside, but I'll Show You' singt Hetfield in 'Invisible.' Diese Überzeugung sorgt für einen Ansporn - wie es Hetfield so deutlich auf 'All Within my hands' vorgibt: 'Kill, Kill,Kill, Kill Kill'


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