Stählt eure Ohren – es ist wieder so weit! Auch heuer beglücke ich euch mit meinen liebsten Metal- und Hard Rock Alben. Und weil ich so ein netter Mensch bin, lasse ich auch dieses Mal wieder andere Meinungen zu.
Also zögert nicht, euch mit euren Listen zu beteiligen, wenn ihr das möchtet.
So. Nachdem das gesagt ist, können wir uns ja endlich dem Wesentlichen zuwenden: der Musik. Also, los geht’s!
Meine liebsten Metal-/ Hard Rock Alben 2025 (Top 11)
01 – Ghost – Skeletá
Den diesjährigen ersten Platz sichern sich Ghost mit ihrem neuesten Output, der wieder ein wenig mehr nach klassischen Ghost klingt. Der Vorgänger (Impera) hat mich ja leider ein wenig unterwältigt. Aber Schnee von gestern. So wie hier dürfen sie gerne weitermachen.
Ghost - Peacefield
02 – Paradise Lost – Ascension
Knapp dahinter landen Paradise Lost mit ihrem Album Ascension, das klingt wie ein echtes "Best of" der Band, bloß mit neuen Songs. Das muss man erst einmal so hinbringen. Starke Scheibe!
Paradise Lost – Tyrants Serenade
03 – Crypt Sermon – The Saturnian Appendices (EP)
Wäre das keine EP und hätte die Scheibe noch mehrere Lieder dieser Machart, hätten heuer Crypt Sermon den ersten Platz in meiner Liste belegt. Drei der Lieder stammen noch aus den Stygian Rose-Sessions, der Track am Schluss ist ein Mayhem Cover aus dem Jahr 2017. Und wie es bei Crypt Sermon so ist: Die Songs sind wieder unglaublich gut geworden. Mir scheint, die Band hat nun ihren unverkennbaren Stil gefunden.
Crypt Sermon – Only Ash and Dust
04 – Volbeat – God of Angels Trust
Auch Volbeat haben wieder einen Rundling auf die Menschheit losgelassen. Zwar hört man immer noch die bekannten Volbeat Melodien heraus, aber dennoch ist das Album einen Ticken härter und aggressiver ausgefallen, als man das von den letzten Alben noch gewohnt war. Der Härtegrad erinnert eher ans Frühwerk. Mich stört das nicht, im Gegenteil. Auch wenn ich den Vorgänger (Servant of the Mind) vom Songwriting her ein wenig stärker finde.
Volbeat – Devils are Awake
05 – Testament – Para Bellum
Testament schaffen es heuer mit einem überraschend anders klingenden Album bei mir auf Platz 5. Man hört deutliche Black Metal Einflüsse in den Songs, die die üblichen Liedstrukturen ein wenig aufbrechen. An diesem Punkt in der Karriere der Band hab ich mit so etwas eigentlich nicht mehr gerechnet. Aber natürlich können die machen, was sie wollen.
Testament – Infanticide A.I.
06 – Helstar – The Devil’s Masquerade
Auch Helstar lassen wieder von sich hören und veröffentlichen einen ziemlichen Kracher. The Devil’s Masquerade ist nämlich meiner bescheidenen Meinung nach das beste Helstar Album seit ewigen Zeiten. Sie können es also immer noch.
Helstar – The Staff of Truth
07 – Sodom – The Arsonist
Sodom gehören noch nicht zum alten Eisen, auch wenn The Arsonist angeblich das letzte Album der Band sein soll. Aber man wird sehen, was die Zukunft bringt. Mir gefällt ihr neuester Rundling jedenfalls sehr gut. Und die Drums wurden offenbar für den besseren Klang auf einer alten Bandmaschine eingespielt. Das nenn ich mal Hingabe an den Sound …
Sodom – Battle of Harvest Moon
08 – Warbringer – Wrath and Ruin
Auch Warbringer kommen heuer mit einem Album daher, dem man in manchen Passagen ein wenig einen dezenten Black Metal Einfluss anhört. Persönlich hat mir der Vorgänger (Weapons of Tomorrow) aber ein wenig besser gefallen. Stark ist die Tatsache, dass man auch eine Live CD von der Europatour 2023 dazubekommt.
Warbringer – Better World
09 – Dream Theater – Parasomnia
Das Mike Portnoy-Comeback-Album! Leider liefert man dabei aber eher gewohnte Kost ab. Für diese Kost würden manche Bands zwar töten, aber trotzdem fühlt sich das alles ein wenig wie mit angezogener Handbremse auf Nummer sicher an.
Dream Theater – Bend the Clock
10 – Candlemass – Black Star (EP)
Candlemass bringen zum 40-Jahr-Jubiläum der Band eine EP heraus, die sich aus zwei neuen Liedern und zwei Coverversionen zusammensetzt. Qualitativ ganz gut, aber leider zu kurz. Daher Platz 10.
Candlemass – Black Star
11 – Machine Head – Unatoned
Tja, Machine Head mit ihrer zigsten Frischzellenkur. Allerdings muss ich ihnen zugutehalten, dass sie auf öffentliche Erwartungen pfeifen und einfach ihr Ding machen. Hätte das Album ein paar Standard-Songs weniger und nicht so extrem verzerrte Vocals, würde es bei mir weiter vorne landen. Immerhin klingt es mittlerweile besser als beim ersten Mal Hören. Aber einer muss halt der Letzte sein. Und dieses Mal trifft es Robb Flynn und seine Mannen.
Machine Head – Atomic Revelations
Bestes Live Album 2025
01 – Cirith Ungol – Live At The Roxy
Cirith Ungol mit Ersatz-Leadgitarrist Armand John Anthony, der ebenso wie der Bassist bei Night Demon spielt. Der reguläre Klampfer Jim Barraza ist nach dem Album aus der Band ausgestiegen. Oder er wurde ausgestiegen - so genau weiß man das nicht. Dennoch ein Hammer-Set und eine coole Show! Mitgeschnitten wurde die Scheibe auf der Release Party des Albums "Dark Parade". Deshalb ist es auch in seiner Gesamtheit zu hören.
Cirith Ungol – Relentless
02 – Heathen – Bleed The World: LIVE
Schön, dass uns Heathen nach all den Jahren auch einmal mit einem Livealbum beehren. Es beinhaltet zwar nicht alle Bandklassiker, sondern ein eher moderneres Set, aber auch das rockt ordentlich. Macht richtig Laune!
Heathen – Empire of the Blind
Top 5 Songs 2025
01 – Ghost – Missilia Amori
Mir gefällt die Eingängigkeit der Musik und auch die Doppeldeutigkeit des Textes. Zuerst fühlt man sich an Kiss erinnert (Love Gun), aber dann merkt man relativ schnell, dass es hier in der tieferen Bedeutung um emotionalen Missbrauch geht.
02 – Paradise Lost – Salvation
Ein Song mit traurigen Harmonien, wie sie nur Paradise Lost schreiben können. Sehr schön und ergreifend.
03 – Crypt Sermon – De Mysteriis Doom Sathanas
Nein, da hab ich mich nicht vertippt. Tatsächlich ist das eine Coverversion eines Mayhem Songs aus dem Jahr 2017. Und das „Doom“ anstelle des „Dom“ steht natürlich für das Genre, in dem Crypt Sermon unterwegs sind. Sehr coole Nummer!
04 – Volbeat – Demonic Depression
Mein Lieblingssong vom neuen Volbeat Album. Der Gitarrenteil bei ca. 2:30 rockt!
05 – Sodom - Taphephobia
Ein typischer Sodom Banger in der Manier der Agent Orange Phase. Sehr cool!
Top 5 Songs ohne Jahr
01 – Exodus – Fabulous Disaster
Seit ewigen Zeiten nicht mehr gehört und gleich wieder Feuer gefangen. Eines der besten Exodus Lieder.
02 – Judas Priest – All Guns Blazing
Wenn man Lust auf Gitarrensoli hat, macht man mit diesem Klassiker nichts falsch.
03 – Crescent Shield – Temple of the Empty
Crescent Shield hab ich ebenfalls schon lange nicht mehr gehört. Aber manchmal macht es Spaß, die eigene CD-Sammlung quasi ein wenig wiederzuentdecken …
04 – Pink Floyd – Time
Gut, wer dieses Lied nicht kennt, hat einen wesentlichen Teil der Musikgeschichte verschlafen.
05 – Billy Idol – Rebel Yell
Mein Erstkontakt zu diesem Lied war über das Radio, aber es war die Coverversion von Scooter. Das Original ist natürlich viel besser.
Zu guter Letzt …
RIP OZZY OSBOURNE!
Was schreibt man, wenn der Prince of f*cking Darkness für immer abtritt? Angesichts seiner zahlreichen Drogeneskapaden grenzt es ja förmlich an ein Wunder, dass er so lange durchgehalten hat. Aber jeder hat nun mal seine Lebenszeit, und mit seiner markanten Stimme hat Ozzy die harte Musik entscheidend mitgeprägt. Egal, ob bei Black Sabbath oder mit seinem Solowerk. Durch seine Serie „The Osbournes“ war er sogar jenen geläufig, die mit harter Musik so gar nichts am Hut hatten – ob man das nun gut findet oder nicht. Er wird auf jeden Fall eine Lücke hinterlassen.
Black Sabbath – Black Sabbath Live in Paris 1970
Ozzy Osbourne – Crazy Train Live in 1981
Okay, das war’s wieder für heuer. Bleibt mir nur noch, euch einen guten Rutsch und ein Prosit 2026 zu wünschen.





