HAMMETTS IDEEN NICHT ERWÜNSCHT? | 03.11.2019

  • Metallica's Kirk Hammett 2012 © dr_zoidberg
    Kirk Hammett 2012 © dr_zoidberg
    Metallicas Kirk Hammett hat sich gegenüber dem Rolling Stone Magazin darüber beschwert, dass seine Bandkollegen nicht zugänglich für seine Ideen sind, die sich außerhalb des klassischen Heavy Metal bewegen:


    "Ich habe immer das Gefühl, dass ich so viel mehr zu sagen habe auf jedem Album, aber ich kann es nicht. Es ist verrückt, aber ich bin so neugierig was Musik generell angeht. Ich kann eine Menge verschiedener Sachen spielen. Ich spiele Jazz, Bossa Nova, Blues, Gypsy Jazz, "verf***te Osteuropäische Balladen. Ich spiele All das, aber niemand weiß davon. Ich versuche immer einige Jazz-Techniken hier und da bei Metallica einfliessen zu lassen."


    Auf die Frage, ob er von seinen Bandkollegen abgewiesen wird, sagte Hammett: "Ja, immer! 'Das klingt zu Bluesy' und ich nur 'Fucking Hell, es ist nur ein Slide. OK, whatever, Klang-Polizei' Aber du brauchst die Klang-Polizei. Klang ist super wichtig."


    Hammett hat auch vor kurzem verkündet, dass er wieder eine Menge "arschtretende" Ideen für das neue Album gesammelt hat.


    Bleibt nur zu hoffen, dass er diese nicht wieder zusammen mit seinem Handy verliert. Genau das ist ihm nämlich 2014 vor dem Start der Arbeiten zu Hardwired To Self-Destruct passiert. So entschuldigte Hammett zumindest das Fehlen an eigenem Input zum Album. Hammett wird nicht mit Songwriting-Credits bedacht.


    James Hetfield begründete das Fehlen von Hammetts Input hingegen damit, dass Hammett keine Riffs beizusteuern hatte und weitestgehend dem Studio ferngeblieben ist, da er private Probleme zu bewältigen hatte.

  • seb

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  • Na ja, meiner Meinung nach würde Blues und Jazz auch nicht wirklich zu Metallica passen, ich kann mir das jedenfalls nur schwer vorstellen. Vielleicht muß man mal reinhören, aber ... eigentlich bin ich froh, daß Metallica in den letzten Jahren wieder zu sich selbst gefunden hat; auch wenn manche Kritiker was anderes behaupten.
    Allerdings war James' "The Unforgiven III" bei S&M² auch mal was abseits des gängigen Metallica-Sounds. Und es klang gut - ungewohnt aber gut. Vielleicht sollte wieder etwas mehr Experimentierfreude her (es gibt nichts Gutes, außer man tut es) - vielleicht bereichert es die Wahrnehmung der Band. Immerhin haben die Jungs ja inzwischen auch Kinderbücher unter eigenem Namen herausgegeben. Und wenn es nicht funktioniert, was soll's ... es muß nicht zwingend auf das neue Album und ein Demo-Tape tut nicht weh.

  • Ich spiele Jazz, Bossa Nova, Blues, Gypsy Jazz, "verf***te Osteuropäische Balladen.



    Was will der "einbringen"? :tssf:


    Gott segne die Klang-Polizei. Ich glaube, Kirk ist derjenige, der noch am wenigsten auf Planeten Erde lebt.

  • Warum macht er nicht ein Solo-Album? Dann sieht er ja, was die Leute von seinem Material halten. Und wenne s ein Flop wird? Was soll's? Wenn er das nicht macht, wird er immer der Lead-Gittarist von Metallica sein. Das ist ganz klar kein Statemant gegen Metallica. Es gibt so viele Beispiele von Bandmitgliedern, die mit ihren Soloalben gescheitert sind. Mit der jeweiligen Band lief es weiter super. Und es ist ja keinesfalls gesagt, daß Kirk Hammett scheitern würden. Wenn er von sich und seinem Material überzeugt ist, muß er das eigentlich machen.

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