METALLICA - ST. ANGER

Nachdem sich Metallica im Zuge des Ausstiegs von Jason Newsted fast aufgelöst hätten, hat man sich mit Hilfe eines Psychologen zusammengerauft und 2003 das Album St. Anger veröffentlicht.

  • ST. ANGER

    Metallica - St. Anger
    Veröffentlichung:10. Juni 2003
    Aufnahme:1. May 2002 - 8. April 2003
    Label:Elektra Records
    Genre:Heavy Metal, Nu Metal
    Beste Chart Position:     1 (US), 1 (GER)
    Produzent:Metallica & Bob Rock
    Singles:St.Anger, Frantic, The Unnamed Feeling, Some Kind of Monster
    Spielzeit:75:01
    LineUp:James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett, Robert Trujillo
    Studio:Metallica-Headquarter, San Rafael, CA, USA
    Demos / Promotions:-
    Gastauftritte:-

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  • ANNEKDOTEN ZUM ALBUM

    • Es handelt sich um ein 2-Disc Digi Pack, welches neben der Audio CD auch eine DVD mit Rehearsal Aufnahmen enthält. Metallica haben sämtliche Songs des Albums zusätzlich live eingeknüppelt und auf DVD gepresst. Produziert wurde die DVD von Wayne Isham
    • Die DVD featured auch Rob Trujillo, der allerdings keinen Einfluss auf den Entstehungsprozess des Albums hatte. Sämtliche Bass Tracks wurden von Bob Rock eingespielt!
    • Das Artwork der CD wurde von Pushead entworfen. Im Booklet gibt es außerdem die Lyrics zu sämtlichen Songs.

  • MTV REZENSION:

    Auf ihrem kommenden Album St. Anger sind Metallica umgezogen, um in der Vergangenheit zu leben - und die Chancen stehe nicht schlecht, um die Fans damit rundum glücklich zu machen!

    Vergangenheit sind nun die Radio-Balladen, direkten Rockhymnen, Harfen-beladenen Exorzismen und Alternative-Rock Experimente die vielen Fans über die letzten Jahre im Halse stecken blieb. Auf St. Anger lässt die Band ihre primäre Power wiederauferstehen: Die Musikalische Maßlosigkeit, Whiplash-mäßigen Tempi und rotäugige Tobsucht ihrer ersten drei (3) Alben Kill em All (83), Ride the Lightning (84) und Master Of Puppets (86)

    Die letzten beiden Studioplatten der Band - Load (96) und Reload (97) - wurden in einer zeit gechrieben, als Grunge und Alternative-Rock noch verbreitet waren, und beide waren durchzogen von Southern-Boogie-Groove, Country-Rock Strukturen, bluesige Experimente und melodischen Balladen, mit gleichzeitiger Entsagung von der Kraft, dem Markenzeichen Metallicas, die Metallica zur weltweit herausragenden Metalband machte.

    Seitdem waren die Bandmitglieder nicht sehr produktiv. Sie tourten, veröffentlichten das B-Seiten und Coveralbum Garage Inc. und eine Live Doppel-CD mit der Unterstützung des San Francisco Symphony Orchesters, S&M.

    Aber es gab sehr wenig neues Material, da Metallica mehr Zeit in Gerichtssälen als im Studio verbrachte, Prozesse gegen Firmen führte, die das Markenzeichen Metallica missbrauchten, eingeschlossen sind das File-Sharing Programm Napster, Victoria Secret, eine Smokingfirma und eine Reifenfirma. Metallica gewannen ihre legalen Schlachten, aber ihre Vehmenz in diesen Sachen machte sie in mancherlei Augen gierig. Gekrönt wurde das ganze mit dem Abgang des langjährigen Bassisten Jason Newsted im Januar 2001 und Frontman´s James Hetfield Aufenthalt in der Entzugsklinik - es sah so aus, als wären die Meister des Metals vom Weg abgekommen.

    Mit St. Anger haben Metallica nun ihr Dasein wieder stark bekräftigt und den Heavy-Metal Thron wieder eingenommen, und das in einer Zeit, in der Knochen-brechender Rock stagniert. Alle 11 Songs auf St. Anger sind brutal und kompromisslos, mit Double-Bass Drumming, Hardcore Attacken, tösenden Gitarren und vielen Rhytmus- und Tempowechseln. Die meisten Songs sind mindestens 7 Minuten lang; ihr liegt richtig, wenn ihr denkt, die Jungs würden das zu einem Höhepunkt aufbauen, sie wechslen in einen komplett neuen Rhytmus. Nicht ein Song beinhaltet ein Gitarrensolo, dennoch herrscht keinerlei Mangel an benommen machender, akustischer Feuerkraft.

    Gleichzeitg vereinigen Metallica zahlreiche umherfliegende Melodien und beschäftigende "Vocal-Harmonies" zwischen zermalmenden Grooves und hektischen Stakkato-Rhytmen. "Shoot me Again" vermischt "Alice in Chains"-Athmosphären mit rasendem, klopfendem Grind und "Dirty Window" schwankt zwischen einem erneuten Speed-Feuersturm-Rhytmus und einer strukturellen, unverzerrten Passage, die ein klein wenig an Tom Waits erinnert.

    Über das ganze Album hinweg klingt Hetfield wie besessen vor Raserei und am Rande des Wahnsinns, wenn er über den Horror des Verneinens schimpft, dem Schmerz von Selbstzweifeln und seinem Verlangen nach Kontrolle. Viele seiner Lyrics scheinen sich mit den Kämpfen mit der Flasche und den Drogen zu widmen. Auf dem Tornado-wirbelnden Opener "Frantic" schreit er: "My Lifestyle determines my Death Style" und auf "Sweet Amber", einem Track, der von Stop-Start Rhytmen und matschigen Gitarren angetrieben wird, heult er "She Deals in habits/ Deals in Pain/ Run away, then I'm Back Again."

    Bob Rocks Produktion des Album passt sich dem verzweifelten, intensiven Gefühl des Albums an. Der Mann, der Metallica solch einen kommerziellen Schein auf ihre erfolgreichste Platte "Metallica" (91) gab, hält die Dinge schmutzig und rauh. Die CD fängt nicht nur die Dringlichkeit ein, unter der dieses Album fertiggestellt werden musste, es hört sich manchmal so an, als ob das Werk in einer riesigen Jam-Session in einer Garage entstanden wäre. Die Drums haben einen blechernen Sound, die Gitaren ein bösartiges Echo und manchmal klingt Hetfields Stimme ein wenig ungeschliffen.

    Als Metallica an "St. Anger" arbeiteten, fühlten sie deutlich, dass sie sich irgendetwas zu beweisen hatten. "I hurt inside/ Hide inside, but I'll Show You" singt Hetfield in "Invisible." Diese Überzeugung sorgt für einen Ansporn - wie es Hetfield so deutlich auf "All Within my hands" vorgibt: "Kill, Kill,Kill, Kill Kill"

  • CREDITS


    Metallica '03: v.l. Robert Trujillo, Kirk Hammett, James Hetfield,
    Lars Ulrich
    James Hetfield - Guitar, Vocals
    Lars Ulrich - Drums
    Kirk Hammett - Guitar
    Robert Trujillo - Bass

    Producer: Bob Rock & Metallica
    Recorded & Mixed by Bob Rock
    Assistants: Mike Gillies & Eric Helmkamp
    Digital Engineer: Mike Gillies

    Conceived, Recorded & Mixed at HQ, San Rafael, Calfornia, May 2002 - April 2003
    Mastered by Vlado Meller

    An immeasurable amount of love & respect goes out to our brother, Bob Rock, for handling the bass playing and preserving us as a four piece during the recording of this album; and to Phil Towle, for helping to connect us to each other, to our loved ones, and to ourselves.

    Album Design: Metallica
    Cover Illustration: Pushead
    Photography: Anton Corbijn
    St. Anger Illustration: Matt Mahurin
    James Image: Matt Mahurin
    Lars Image: Forhelvede Productions
    Kirk Image: Matt Mahurin
    Robert Image: Pascal Brun & Comenius Rothlisberger (Team Switzerland)

    St. Anger Rehearsals DVD
    Director: Wayne Isham
    Producer: Dana Marshall
    Editors: Greg & Gary Rodgers
    Director of Photography: Alex Poppas

    Cameras: Jean Pellerin, Mike Hatchet, Dave Hatchet, Colin Mitchell, Ryan Smith and Nick Pectol
    Gaffer: Logan Lebo
    Monitors: Paul Owen
    Production Manager: Scott Cunningham
    Script Supervisor: Connie Isham
    Additional Editing: Jean Pellerin & Tracy Loth
    Assistant Editor: Jason Bridges

    Management: Q Prime, Inc.

    All songs © 2003 Creeping Death Music (ASCAP) and EMI Blackwood Music, Inc./Mahina Hoku Publishing
    © 2003 E/M Ventures

  • MAKING OF ST. ANGER + PRESIDIO OUTTAKES

    Bevor sich James Hetfield Richtung Entzugsklinik verabschiedet hat, haben Metallica bereits in den Presidio Studios in San Francisco an einem neuen Album gearbeitet. Das Material kommt deutlich experimenteller daher und wurde für die St. Anger sessions später wieder komplett verworfen. Hier könnt ihr in einige Songschnipsel reinhören sowie den Entstehungsprozess von St. Anger in den alten "Jump In the Studio"-Videos erneut erleben:



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