Tool: Maynard James Keenan erklärt Verzögerung des nächsten Albums

  • TOOL-Frontmann Maynard James Keenan hat während eines Gastauftritts bei "The Joe Rogan Experience" zum ersten Mal öffentlich erklärt, warum die Arbeiten am nächsten Album der Prog-Metaller seit dem Release von "10.000 Days" aus dem Jahr 2006 andauern.

    "Ich bin mir sicher, dass es einige Gründe gibt, warum sich der Songwritingprozess so sehr in die Länge zieht", betont Keenan im Interview. "Meine Bandkollegen sind sehr analytisch beim Schreiben und da das letzte Album schon so weit zurückliegt, ist der Druck umso höher. Ein bisschen Angst ist natürlich auch dabei, dass das neue Werk nicht so gut wie das Letzte werden könnte. Wenn Danny (Carey, dr.), Justin (Chancellor, b.) und Adam (Jones, g.) schreiben, dann diskutieren sie immer wieder darüber, schlafen noch einmal über Entscheidungen, werfen das Konzept wieder um... es ist ein langer, mühseliger Weg. Sie legen das Fundament für die Songs und ich kann keine Melodien darauf bauen, bis das Fundament steht", erklärt der Sänger.

    "Ein anderer Grund ist, dass wir nach zwanzig Jahren voller kritischer und kommerzieller Aufmerksamkeit ein wenig eingefahren sind", fügt er hinzu. "Wenn du naiven, energiegeladenen Jungs Erfolg gibst, dann haben sie das Gefühl, dass sie alles richtig machen. Wir versuchen, einen Schritt zurück zu gehen und all vieles nicht persönlich zu nehmen. Ich bin schon häufig mit meinem Wunsch, alles schnell zu erledigen, angeeckt. Doch irgendwann habe ich gelernt zu akzeptieren, dass es einfach nicht ihre Art ist und ich es nicht persönlich nehmen sollte, wenn ich versetzt werde."

    Die Tatsache, dass der Sänger in einem anderen Bundesstaat lebt als der Rest der Band, sei nicht Schuld am schleppenden Prozess. "Ich könnte mich dazusetzen und ihnen beim Arbeiten zusehen, aber helfen würde das Niemandem. Wenn ich gebraucht werde, bin ich zur Stelle. Manchmal ist ein wenig Spannung nötig, manchmal muss ich die Jungs antreiben - aber wenn ich das jeden Tag tun würde, dann gäbe es mehr Spannungen als produktive Ergebnisse".

    Bassist Justin Chancellor hatte kürzlich in einem Interview bekanntgegeben, dass bereits 90% des fünften Albums geschrieben seien. "Es ist wie ein wissenschaftliches Projekt. Wir sind sehr wählerisch bei der Auswahl des Materials - wir haben Tonnen davon und mussten uns erst einmal durcharbeiten. Das neue Album soll etwas wahrhaft Einzigartiges werden - bis dahin ist es ein langer Prozess."

    Die Band hat kürzlich eine Amerikatour absolviert. "In den letzten gemeinsamen Wochen haben wir ein ganz neues Level an Kreativität entwickelt", betont Bassist Chancellor. Wir alle waren aufgeregt, wieder vereint zu sein. Ich glaube, dass wir nach der Tour in die finale Phase gehen können."

    Hier gibt es das komplette Interview mit Maynard James Keenan bei Joe Rogan zu hören:

    Quelle: RockHard News / https://www.rockhard.de/news/n…des-naechsten-albums.html

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