Metallica und Lou Reed spielten exklusiv sechs Songs ihres neuen Albums „Lulu“ vor nur 400 Fans in Köln.
Lars Ulrich und BILD-Redakteur Moritz Stranghöner
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BILD.de: Mr. Ulrich, sind Sie aufgeregt vor so einer Show in so einem kleinen Club – mit so einem speziellen Programm wie „Lulu“?
Lars Ulrich: „Nein, das machen wir oft, spielen in kleinen TV-Studios! Ich mag große Stadien wie bei Rock am Ring, aber bei so kleinen Konzerten kannst Du den Leuten in die Augen sehen, ich liebe das!“
Wie würden Sie „Lulu“ beschreiben?
„Es ist ein Abenteuer, eine Reise für uns. Immer wenn wir die Chance haben, etwas Besonderes zu machen, tun wir es einfach! Mich interessiert der kreative Prozess, und wenn der anders ist als sonst, finde ich das spannend.“
Was sagen Sie den Metallica-Fans, die etwas irritiert sind?
„Als echter Metallica-Fan ist man doch IMMER irritiert! Damit kommen wir klar. Unsere Fans wissen, dass wir vorankommen müssen. Wir sagen auch nicht: Ihr müsst das mögen. Ihr müsst es uns aber machen lassen. Metallica ist keine Zahnpasta oder Coca Cola. Ich respektiere, wenn einige Fans das Projekt nicht mögen – aber sie müssen auch respektieren, dass wir so etwas tun müssen, um am Leben zu bleiben, uns lebendig zu fühlen.“
Wie sind Sie auf Lou Reed gekommen?
„Das ist einfach passiert nach einer Show vor zwei Jahren. Viele denken vielleicht, dass wir immer zusammensitzen und nachdenken, was wir machen können, uns mit Beratern absprechen. Aber so funktionieren wir nicht. Die Chance zu bekommen, mit so einer Legende wie Lou Reed zu arbeiten, ist für mich eines der Dinge, die der Erfolg mit Metallica bringt!“
Metallica gibt es schon seit 30 Jahren. Was bringt die Zukunft?
„Wir fangen gerade erst an! Wir waren im letzten Jahr stärker beschäftigt als jemals zuvor. Neues Projekt, neue Ideen, wir werden im nächsten Sommer wieder in Europa und Deutschland spielen.“
Kein Gedanke an Musiker-Rente? Sie steuern alle auf die 50 zu.
„Es gibt nichts, was weiter von mir weg ist. Wir haben einen 28 -Stunden-Tag beantragt, hängen aber immer noch in diesen 24 Stunden.“
Wie kommen Sie in der Band miteinander klar? In der Vergangenheit hat es öfter heftig geknallt.
„Aber das ist zehn Jahre her! Wir hatten tolle Jahre, wir haben herausgefunden, wie weit wir gehen können. James (Hetfield, d. Red.) fühlt sich wohl in seiner Haut. Was uns näher gebracht hat: Wir sind alle noch einmal Eltern geworden und unsere jüngsten Kinder sind ungefähr gleich alt. So haben wir etwas gemeinsam, was wir sonst nicht hatten. Wir haben etwas, über das wir reden können, ohne dass es gleich die Band beeinflusst. Mal über die Nanny reden.“
BILD.de: Sind Sie entspannter geworden?
Ulrich: „Es macht einfach mehr Spaß als früher. Metallica ist keine Arbeit: Arbeit ist es Eltern zu sein, morgens um 6.45 Uhr aufzustehen, die Kinder zur Schule zu bringen. Eine Rock-Show in Deutschland zu spielen, mit BILD zu sprechen, das macht Spaß! Metallica ist eine Art Flucht für uns vor der Verantwortung zu Hause geworden...“
Was machen Sie als Letztes, bevor es auf die Bühne geht?
„Als Allerletztes? Ausspucken und mir die Nase in einem Handtuch freipusten! Davor werden wir gedehnt und massiert, wir spielen uns in einem kleinen Raum 15 Minuten warm. Dann machen wir einen ‚Huddle’, wie wir es nennen: stehen zusammen und sagen: ‚Lasst uns den Fans zeigen, was wir draufhaben.’ Vor zehn Jahren war es uns wichtig, alles perfekt zu machen, heute ist uns das nicht mehr so wichtig. Es macht nichts, wenn wir mal einen Song versauen.“
Das Geheimnis des Erfolges von Metallica?
„Ich glaube es kommt vieles zusammen: Wir sind immer noch sehr leidenschaftlich dabei. Aber: Wir kennen uns inzwischen auch extrem gut. Ich weiß in 90 Prozent der Fälle, was James als Nächstes macht. Und: Wir sind immer noch selbst Fans von Metallica – ich bin der größte Metallica-Fan der Welt! Bevor wir irgendetwas machen, muss ich an mir vorbei. Und es kommt noch etwas dazu: James Hetfield ist der beste Metal-Gitarrist seiner Generation.“
...und Sie der beste Drummer?
„Nein! Ich bin nur der beste zu James’ Gitarre. Das ist alles, was mich interessiert.“
Früher musste man Sie nach einem Konzert von der Bühne tragen, so kaputt waren Sie. Wie ist das heute?
„Ich glaube ich bin heute sogar besser in Form als in meinen Dreißigern. Ich achte mehr auf mich, trinke weniger, nur ab und zu Wein. Früher gab's sechsmal die Woche Wodka. Ich esse gesund, kein Fastfood wie früher. Und ich trainiere.“
Sind die wilden Zeiten vorbei?
„Ich weiß nicht, aber mit Stripperinnen herumzusitzen und bis morgens um neun Uhr Koks reinzuziehen – DAS ist vorbei...“
Gehen Sie gar nicht mehr aus?
„Doch, klar! Wie vor ein paar Tagen in Paris. Da gibt’s übrigens einen 24-Stunden-Flughafen. Hier in Deutschland ist immer alles... (auf Deutsch): 'GESCHLOSSEN! KEIN ABFLUG!' Aber, was die Fans angeht, ist Deutschland immer noch die Nummer eins für uns. Wir kommen im Sommer 2012 wieder...“
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The Hetfield & Metallicalmer Bang your Head and Drunk Tour 08/09/10
05.07.2008 Wacken Rocks Seaside
25.10.2008 Volbeat, Stuck Mojo
29.11.2008 Saxon, Motörhead
09.01.2009 Nutellica
09.03.2009 AC/DC Oberhausen
17.05.2009 Metallica Köln
30.08.2009 Wacken Rocks Seaside
10.10.2009 Jan Delay - Bremen
08.01.2010 Nutellica Osnabrück
29.04.2010 Six Feet Under Osnabrück
13.11.2010 Volbeat Hamburg
03.12.2010 Johann König - Emden
22.01.2011 Jan Delay - Lingen
This post has been edited 1 times, last edit by "metallicalmer" (Nov 14th 2011, 10:55pm)
Für BILD-Verhältnisse ein richtig gutes Interview
Jetzt ist nur noch die Frage, wo dieses Deutschland-Konzert nächstes Jahr stattfindet... morgen läuft der Frühbucherrabatt bei RaR aus und ich bin mir sehr sicher, dass es danach die Antwort geben wird.
Dann machen wir einen ‚Huddle’, wie wir es nennen: stehen zusammen und sagen: ‚Lasst uns den Fans zeigen, was wir draufhaben.’ Vor zehn Jahren war es uns wichtig, alles perfekt zu machen, heute ist uns das nicht mehr so wichtig. Es macht nichts, wenn wir mal einen Song versauen.“
Das ist für dich, Damage..
°
Don't stop for nothing, it's full speed or nothing
Das Interview ist für Bild-Verhältnisse wirklich OK...
Versuch' in Zeichen fortzueilen,
ungefangen ist mein Geist,
ehe sich die Zeilen schließen, glaub ich frei zu sein,
meist.
(Dornenreich, Leben lechzend Herzgeflüster)
Dann machen wir einen ‚Huddle’, wie wir es nennen: stehen zusammen und sagen: ‚Lasst uns den Fans zeigen, was wir draufhaben.’ Vor zehn Jahren war es uns wichtig, alles perfekt zu machen, heute ist uns das nicht mehr so wichtig. Es macht nichts, wenn wir mal einen Song versauen.“
Das ist für dich, Damage..
also bitte perfekt machen sie es schon seit den 80ern nichtmehr, da kann man ja jetz weit ausholen
Für BILD-Verhältnisse ein richtig gutes Interview
Jetzt ist nur noch die Frage, wo dieses Deutschland-Konzert nächstes Jahr stattfindet... morgen läuft der Frühbucherrabatt bei RaR aus und ich bin mir sehr sicher, dass es danach die Antwort geben wird.
Fällig wärs ja rein rechnerisch langsam wieder mal.