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1

Sunday, August 9th 2009, 10:32pm

Alternate Picking | Shredding | Wechselschlag

Hi Leute, ich habe ein echtes Problem.

Ich spiele seit 7 Jahren täglich E-Gitarre. Ich höre bzw. spiele eigentlich nur fixe Sachen, wo Geschwindigkeit, Shredding und schnelle Noten das A und O sind. Nun trainiere ich meine Geschwindigkeit täglich. Metronom, alles locker lassen. Nur aus dem Handgelenkt, nicht verkrampfen. Verschiedene Tonleitern, Übungen á la Petrucci und viel Chromatisches. Ich lasse eigentlich nichts aus. Ich spiele in einer normalen Stimmung, die Saiten liegen prinzipiell etwas tiefer, aber das behindert mich dabei nicht.

Was gibt's noch zu sagen? Ja, ich komme nicht über 105 Bpm. Es geht einfach nicht. Ich spiele ja nicht hinterm Kopf, oder drehe meinen Arm 2 x um den Gitarrenkorpus und mach' dann einen Knoten rein. Ich versuche einfach nicht darüber nachzudenken, es wird ja auch locker und geht so aus dem Handgelenk heraus. Doch es wird mit der Geschwindigkeit einfach nix.

Dann übe ich von 80 bpm aus, immer um 5 bpm ansteigend. Klappt alles wunderbar. Übe ich dann 2 Stunden am Stück 100 Bpm, wird der Arm und das Handgelenk weich wie sonstwas... Steigere ich dann langsam, merke ich spätestens nach 110 Bpm, "Ok, es verkrampft, es will einfach nicht weiter"...

Meine Laune ist langsam am Boden. Ich übe schon seit 3-4 Monaten diese beschissenen Einheiten, und verliere total die Lust daran. Ich mache intensive Pausen. Stelle die Gitarre mal 2-3 Tage weg um runterzukommen oder diese "Hirnsache" abzuschalten. Ich trainiere diese Bewegungsabläufe mittlerweile wie Sport. Aber im Arm ist eine Blockade. Da will irgendwas nicht weiter. Die linke Hand schafft rund 180 Bpm, da geht echt gut und sauber. Nur die rechte Hand will nicht. Ich spiele nicht mal aus dem Unterarm.

Die Haltung des Pleks kann auch nicht grundlegend falsch sein, sonst würde ich ja die 105 Bpm nicht lockerflockig schruppen. Ich brauch' jetzt mal 'nen Rat von den Profis hier. Ob ich nicht über die motorischen, physischen oder gar psychischen Fähigkeiten verfüge, die Erwartungen zu hoch sind, oder jemand etwas ähnliches erlebt hat... Irgendwas, sonst geht mir die Laune am eigentlich tollsten Hobby überhaupt verloren...

hassi_james

Hero of the Day

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2

Monday, August 10th 2009, 5:54am

:huh: 32stel Noten bei 105 ? - das würde ich normal nennen 16tel bei 105 wäre dagegen schon eher lame da wüsste ich nicht wie mensch dir hier virtuell weiterhelfen soll. Gitarrenunterricht dürfte in der Regel nie schaden ;)

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3

Monday, August 10th 2009, 1:15pm

Momentan ca. 110 - 120 BPM auf 16tel. Wirklich flott ist das nicht, das stimmt. Aber um das mal locker spielen zu können brauche ich gut eine Stunde. Es macht ja schon Fortschritte. Aber wenn meine Übungseinheit sich täglich auf 20 - 30 Minuten beläuft, kommt da keine wirkliche Steigerung. Ich müsste jeden Tag gute 4-5 Std. üben, dass ich nach einem Jahr mal auf ein annehmbares Tempo komme.

Gut, irgendwo bin ich auch selber schuld. 6 Jahre eigentlich viel gespielt aber nie konsequent geübt. Die Rechnung habe ich jetzt, irgendwelche Kiddies die bei Youtube nach 2 Jahren Gitarrespiel wie kleine Götter shreddern (Beschissene Ton mal ausgenommen) und ich hänge da immernoch hinterher. Hätte ich jeden Tag nur 10 Minuten geübt, würde ich jetzt wohl Geschwindigkeiten an den Mann bringen die über die 200 BPM Grenze hinaus wachsen. Aber was soll das Rumgejammere, ist ja nichts verloren. :D

damageinc6655

Hero of the Day

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4

Monday, August 10th 2009, 4:13pm

Gut dass ich damit keine Probleme habe, ich spiel zwar auch Gitarre, habe aber gar kein Interesse Irgentwelche Shreddingsoli zu spielen(Mein Kumpel nervt mich schon genug damit :D )
Ich spiel einfach immer mal wieder n Stündchen oder Zwei ein bisschen Blues, oder Cover ein paar Lieder, und dass genügt mir auch :)
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5

Monday, August 10th 2009, 9:48pm

Ja, die Frage "Wozu" stelle ich mir auch immer öfter. Vorallem vergeht mir die Lust und das Feedback ist nicht so groß wie man immer denkt. Wirklich Metal höre ich auch nicht, es ist halt nur schön selber herumzuexperimentieren. Ich bin schon am überlegen vielleicht ganz auf Western oder Klassische Gitarre umzusteigen. Der Ton macht die Musik, und ich glaube dass das Shredding bzw. diese lange Übung mir alles verdirbt und mir Grenzen aufzeigt die ich nicht durchbrechen kann/will. Musik ist ja kein Sport. auch wenn das jetzt eher wie eine Rechtfertigung dafür klingt, warum ich nicht schnell Shreddern kann.

NWOBHM

Hero of the Day

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6

Tuesday, August 11th 2009, 12:35pm

Check mal dieses Buch. Hammermäßige Übungen, die es meiner Meinung nach total bringen. Songs an denen Du sonst speedmäßig verzweifelst gehen schon nach ein paar Tagen/Wochen üben mit dem Buch viel leichter von der Hand.

http://www.amazon.de/Speed-Mechanics-Lea…49986902&sr=8-5


LARS: Don't say "searchin' seek and destroy" and then start smiling as you're saying "destroy".
BOB ROCK: I can't! It's so fun playing this kind of music.
LARS: This kind of music...?! We're the most succesfull rockband in the world motherfucker, this is not "This kind of music..." Ok?
SKOM 2005

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7

Wednesday, August 12th 2009, 1:16am

Bücher habe ich einige. Ich habe mal Rock Discipline von Petrucci probiert, doch die Figuren dort gefallen mir irgendwie nicht. Und ich habe mir von Shreddern mal sagen lassen, dass es wichtig ist, Dinge zu spielen die einem Spaß machen. Das zwingt einen dazu, härter daran zu arbeiten, und soll mehr spaß machen.

Ich habe mir mal das Cover "Orion" vom gleichnamigen User hier angehört. Ist ziemlich lange her, und da habe ich ihn noch belächelt weil ich es natürlich besser konnte. Jetzt spielt der Sachen von Michel Angelo Barti oder so, und ich stehe da wie der letzte Depp (wie in einem schlechten Film eben :D) Ich versuche irgendwo herauszufinden, wo das Geheimrezept verborgen liegt. Was ich tuen kann um mich selbst zu motivieren, so viel zu üben.

Ich habe es noch nicht gefunden. Antriebslosigkeit und Motivationsschwächeln ist die Resonanz, wenn man einfach immer meint alles zu können aber dann an dingen scheitert. Ich werde das Buch mal probieren und versuchen, zumindest irgendwann mal auf 130-140 BPM zu kommen. Vielleicht ist es der Fehler, immer nur die 200 BPM vor augen zu haben und sich mit dem zu messen...

8

Thursday, August 13th 2009, 10:17am

Ich spiele zwar keine Gitarre, aber seit 11 Jahren Klavier...ich finde, du solltest dich keinesfalls dazu zwingen, irgendwas zu tun, was dir keinen Spaß macht. Spiel einfach, was dir gefällt, das kommt sicher mit der Zeit, aber nur auf eine Sache hin zu üben ist kontraproduktiv, bei mir wirds auch nichth besser wenn ich stundenlang die gleiche Etüde spiel.
Das heißt natürlich nicht, dass du keinerlei Übungen machen sollst, aber immer nur zwischendurch, sobald du merkst, dass du genervt bist oder keinen Fortschritt mehr verspürst, mach was grundlegend anderes.

Das wichtige ist meiner Meinung nach eh das musikalische, auch wenn manches technisch schwieriges voraussetzt, aber die Technik ist das Holz, die Gestaltung ergibt erst die Brücke...

9

Thursday, August 13th 2009, 2:58pm

Ich versuche irgendwo herauszufinden, wo das Geheimrezept verborgen liegt. Was ich tuen kann um mich selbst zu motivieren, so viel zu üben.
Wie du schon sagst ist das Geheimrezept üben,üben und nochmals üben. Das wichtige daran ist das man das richtige übt. Verkrampftes "Ich will unbedingt 200Bpm spielen können" wird dort nur hinderlich sein. Wenn du jeden Tag deine Übungen trainierst und nebenbei auch noch Sachen spielst die dir Spaß machen, brauchst es natürlich seine Zeit bis dein Körper, sprich Muskeln etc. mit spielen. Ich wusste früher auch nie wie Leute so schnell spielen können, nicht nur auf der Gitarre sondern auch auf dem Schlagzeug. Doch mit der Zeit lernt man immer mehr dazu wenn man sich damit beschäftigt und kann es dann selbst. Ansonsten würde ich eventuell empfehlen vll. doch mal einen lokalen kompetenten Gitarristen zu fragen, ob er mal deine Technik überprüfen kann, bzw. dir Tipps geben kann um das besser hinzubekommen. Wichtig ist aber: Immer dranbleiben.

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Hero of the Day

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10

Thursday, August 13th 2009, 4:33pm

Ich würde dir empfehlen wenn du mal wieder an den Übungen sitzt und keine Lust mehr hast: Erstmal in Ruhe lassen! Spiel irgend nen coolen Song den du scho recht sicher kannst, irgendwas was dich von den Übungen ablenkt und wo du merkst dass du doch recht gut spielen kannst. Das demotiviert nicht so sehr wie zu wissen, dass es zu den 200bpm noch ein sehr langer Weg sein wird!

Ich würde mich da auf keinen Fall zu irgendwas zwingen, weil dann wird es sicher keinen Spaß machen! Wie gesagt einfach mal kurz was andres spielen. Meistens klappts (zumindest bei mir) danach eh viel besser! ;)

Das Geheimrezept ist zwar viel üben, aber auch mal Pausen machen und sich nicht andauernd unter Druck zu setzen.

Mir gings da ähnlich. Ich hab auch gedacht ich reiß die Übungen runter und in ein paar Monaten bin ich dann soweit. Weit gefehlt!!! Ich probier das auch schon länger schneller zu werden. Zwar stellt sich ganz am Anfang ein merkbarer Erfolg ein, aber dann kommt eine laaaaange Durststrecke wo du einfach keinen Erfolg feststellen wirst. Aber nach nem Jahr oder noch länger wirst du wenn du zurückblickst doch merken dass du besser geworden bist!

Und du darfst auch nicht vergessen dass jeder Mensch anders ist. Manch einer schafft es vielleicht in ein paar Monaten auf die 200bpm. Ein andrer braucht doppelt so lange! ;)


Ich habe mittlerweile gemerkt dass ich nicht begabt bin und wohl definitiv länger brauche! :D

Damage_Inc

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11

Friday, September 25th 2009, 9:45pm

also vor etwa einem jahr hab ich nen technischen quantensprung in geschwindigkeit und lockerheit hinterm ich gebracht, in dem ich mein plektrum anders gehalten habe, kein scheiß :D

die ersten zig jahre hab ich mich immer gefragt "verdammt, wie kriegt der hetfield das so schnell hin, dabei auch noch bei ner gitarre die auf kniehöhe trohnt?!?". heute frage ich mich wie ich es mit meiner alten haltung überhaupt geschafft hab halbwegs gut zu spielen :D
ich hab das ding immer so gehalten, dass es quasi nach rechts hin nach unten abfällt, also so \ .. jetzt halte ich es nach links unten / und hab null probleme mehr.
das hört sich anfängermäßig an, aber ich habs tatsächlich geschafft semiprofessionell gitarre mit so ner verkrüppelten technik zu spielen :confused:

ich schätze mal den fehler hast du garnicht erst gemacht und deswegen ist die hilfe scheißegal .. aber vielleicht warst du ja genauso pläd wie ich, dann hilfts
:schnauze:

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12

Friday, September 25th 2009, 10:01pm

haltet die gitarre einfach so wie chuck schuldiner, dann kann es einfach nur gut werden!

aber mal 'ne ernsthafte frage: so, wie ich das hier rausgelesen habe, spielt ihr alle nur für euch allein. macht das bock? ich mein, ich würds auch echt gern mal können, aber ich könnte mir nie vorstellen bei mir im zimmer stundenlang für mich selber zu klimpern. da würd mir die motivation extrem flöten gehen, weiß ich jetzt schon...

scheiße, ich habs mal ganz kurz mit 14 probiert. war nicht von erfolg gekrönt und ich habs hingeschmissen. jetzt, mit meinen 22 lenzen ist der zug wahrscheinlich schon abgefahren, wa? ich mein, wenn dann muss ich auch jetzt sofort rockstar sein, wenn die haare noch voll sind, nicht erst mit 29 oder so. :D

Damage_Inc

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13

Friday, September 25th 2009, 10:18pm

ach schwachfug, komm vorbei ich brings dir bei :D

hab in ner band gespielt, die ist jetzt aber geplatzt weil alle wegziehen. macht auch alleine spaß. death ist kacke. gitarre wie slash hängen haben geht steil!
:schnauze:

damageinc6655

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14

Friday, September 25th 2009, 10:20pm

I. Nichts ist enspannter als auf nem Blues-backingtrack rumzujammen
II. Such dir ein paar Leute und gründ ne Band
III.War die Frage mit dem Alter ernte? ;)
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15

Friday, September 25th 2009, 10:38pm


III.War die Frage mit dem Alter ernte? ;)


ich schreibe höchst selten hier ernstgemeinte beiträge, nur so als tipp. :D

nee, aber da ich demnächst wohl wieder anfange fußball zu spielen und unglücklicherweise 'ne ausbildungsstelle habe, hab ich eh zu wenig zeit, die sache mal ernsthaft anzugreifen. hmmm, asi müsst man wieder sein. :(

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